Symptome und Diagnose der Ringelröteln
Die Inkubationszeit bei Ringelröteln, d. h. der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbildung der ersten Symptome, beträgt rund vier bis zwanzig Tage. Bei vielen Patienten verlaufen die Ringelröteln asymptomatisch. Nur in einigen Fällen (ca. 15 bis 20 %) zeigen sich die charakteristischen Hautsymptome, die zusätzlich in Bezug auf Dauer und Intensität stark variieren können.
Zu den typischen Hautausschlägen zählen das schmetterlingsförmige Erythem auf Wangen und Nase sowie girlandenförmige Hautrötungen an den Extremitäten und am Körper. Ungefähr eine Woche bevor sich der Hautausschlag zeigt, kann ein Infizierter bereits andere anstecken. Sobald sich das Erythem jedoch ausgebildet hat, besteht in der Regel keine Ansteckungsgefahr mehr. Weitere Symptome können Fieber, Lymphknotenschwellung und Juckreiz sein. Bei Kindern verläuft die Erkrankung in den meisten Fällen harmlos und verschwindet nach rund zwei Wochen von allein wieder.
Bei Erwachsenen kann eine Ringelröten-Infektion mitunter auch zu Komplikationen führen. Es können z. B. Arthralgien (Gelenkschmerzen) oder Arthritiden (Gelenkentzündungen) auftreten. Bei allen Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder auch mit Bluterkrankungen können die Ringelröteln ebenfalls schwerer verlaufen. Beobachtet wurden bei einigen Patienten u. a. eine chronische Anämie (Blutarmut) oder eine aplastische Krise (starker Hämoglobin-Abfall durch eine verminderte Produktion roter Blutkörperchen).
Diagnostiziert werden Ringelröteln normalerweise anhand des klinischen Befundes der Symptome. Sind diese nicht oder nur spärlich vorhanden, kann es jedoch auch vorkommen, dass die Erkrankung unbemerkt abläuft und wieder verschwindet. Zweifelsfrei nachweisen lässt sich eine überstandene oder gerade bestehende Ringelröteln-Erkrankung durch einen labortechnischen Antikörpernachweis gegen das Parvovirus B19, z. B. mit ELISA- oder Western-Blot-Tests.
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