Ringelröteln (Erythema infectiosum)
Ringelröteln sind eine selten vorkommende Infektionskrankheit, die vorwiegend im Kindesalter auftritt. Betroffen sind v. a. Kinder im Alter zwischen sechs und fünfzehn Jahren. Eine Ansteckung kann jedoch in jedem Alter erfolgen. Insbesondere im Winter und im Frühjahr tritt diese Erkrankung gehäuft auf. Durch eine einmal überstandene Erkrankung erfolgt in der Regel eine lebenslange Immunisierung.
Obwohl im deutschen Namen das Wort Röteln vorkommt, darf sie nicht mit dieser ebenfalls ansteckenden Kinderkrankheit (Rubella) verwechselt werden. Sie werden von vollkommen unterschiedlichen Erregern ausgelöst. Beide Erkrankungen haben jedoch gemeinsam, dass sie mit roten Hautausschlägen einhergehen.
Der medizinische Name für die Ringelröteln lautet Erythema infectiosum (griech. Erythema = Röte, Errötung) und deutet damit auf ein charakteristisches Symptom hin: das Erythem. Dabei handelt es sich um einen roten Hautausschlag, der zunächst im Gesicht auftritt und sich über beide Wangen und die Nase ausbreitet. Seine Form erinnert dabei an die eines Schmetterlings, weshalb ein solcher Ausschlag häufig auch als Schmetterlingserythem bezeichnet wird. Eine weitere Bezeichnung für die Ringelröteln ist Fünfte Krankheit (engl. fifth disease).